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Illustrationen - Neue weltliche hochteutsche Reime - bürger_mobil

Neue weltliche hochteutsche Reime [...] von Gottfried August Bürger 1777, Vignette von J. H. Meil
Neue weltliche hochteutsche Reime [...] von Schellenberg in Gedichte von Gottfried August Bürger. Zweyter Theil. 1789
Max Schwimmer Neue weltliche hochteutsche Reime, enthaltend die ebentheyerliche doch wahrhaftige Historiam von der wunderschönen Durchlauchtigen Kaiserlichen Prinzessin Europa [...] in Das Magazin 1954
Die niedliche Gestalt,
Die schlanken zarten Glieder,
Besah er auf und nieder.
Ihr Alter er gar bald
Recht kunstverständig schäzte,
Und es auf Sechzehn sezte.
Zum Blumenlesen war
Ihr Rökchen aufgehoben.
Das Perspectiv von oben
Sah alles auf ein Haar.
Die Füschen, Knie, und Waden
Behagten Seiner Gnaden.
Doch der verkapte Gast
Empfand auf seinem Rücken,
Mit krabbelndem Entzücken,
Kaum seine schöne Last,
So sprang er auf und rente,
Als ob der Kopf ihm brente.
Und trat als Kavalier,
In hochfrisirten Haaren,
Wie damals Mode waren,
Mit dem Flakon zu ihr,
Und hub, um Brust und Hüften,
Die Schnürbrust an zu lüften.
Sie werden, Herzchen, gelt?
Wol noch ein wenig frieren?
Geruhn sie zu spazieren
In dieses Lustgezelt,
Und thun in meiner Klause,
Als wären sie zu Hause.
Nun schwammen mit Geschrei,
In langen grünen Haaren,
Der Wassernixen Schaaren
Hart an den Strand herbei:
Zu sehen das Spektakel,
In diesem Tabernakel.
Karl Schwetz Neue weltliche hochteutsche Reime [...] in “DIE BLAUE BLUME” Eine Reihe von Luxus-Publikationen mit Bilderbeigaben 1920
Da nahm er schmunzelnd wahr,
Auf schönbeblümten Auen,
Gar lieblich anzuschauen,
Vergnügter Mägdlein Schaar,
Die auf dem grünen Rasen
Sich Gänseblümchen lasen.
„Ich möchte, fiel sie ein,
Ihm wol ein Kränzel binden,
Und um die Hörner winden.
Er wird schon artig seyn,
Wenn ich hübsch traulich rabb’le
Und hinter’m Ohr ihm krabb’le.“ –
Nichts half ihr Ach und Weh.
Sie muste fürbas reiten.
Da gaft’ auf beiden Seiten,
Janhagel aus der See,
Und hub, ganz ausgelassen,
Hierüber an zu spassen.
Kaum war sie aufgeschnürt,
Kaum kizelt’ ihre Nase
Der Duft aus seinem Glase,
So war sie auch kurirt;
Drauf er, wie sich’s gebürte,
Comme ça mit ihr charmirte:
In Züchten, wie sich’s ziemt,
Weil mich vor langem Breie
In solchen Schosen scheue,
Meld’ ich nur kurz verblümt:
Hier that mit seiner Schöne
Der Herr sich treflich bene.
Andreas Nesselthaler (1748 - 1821) [zugeschrieben] Neue weltliche hochteutsche Reime [...]
Die Schönste war geschmükt
Mit einem leichten Kleide,
Von rosinfarbner Seide,
Mit Fadengold durchstikt.
Die Andern aber schienen
In Demut ihr zu dienen.
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