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Besonderes im Bürger-Archiv - bürger_mobil

 
Besonderes

Die Besonderheiten dieser Website, des Bürger-Archivs, lassen sich in zwei Gruppen einteilen:

1. Einzigartige Vielfalt.

2. Hervorragende Einzelobjekte.

Zu 1.

Die Bibliothek enthält eine an keiner anderen Stelle zu findende Vielfalt an Dokumenten. Zu nennen sind besonders alle Bürger-Ausgaben (Gedichte und Werkausgaben) einschließlich aller Raubdrucke, Bürger betreffende Dissertationen, die beiden Münchhausen-Ausgaben von 1786 und 1788. Vier Beiträge seien wegen ihrer Bedeutung jedoch hervorgehoben:

Seligmann Hellers "Bürger, Schiller und Goethe als Lyriker" von 1872

Julius Sahrs dreiteiliger Aufsatz "Gottfried August Bürger und sein wilder Jäger" in der Zeitschrift für den deutschen Unterricht 1887

Paul Schlenthers Gottfried August Bürger in der Sonntagsbeilage zur "Vossischen Zeitung" 10.6.1894 mit den Abschnitten
I. Bürger im Kampf ums Dasein
II. Bürger im Kampf um Liebe
III. Bürger im Kampf um die Kunst

sowie Charles Reinings Beitrag von 1912: "G. A. Bürger als Bereicherer der deutschen Sprache" in der Zeitschrift für Deutsche Wortforschung.
Hinzu kommt eine an Umfang bisher an keiner anderen Stelle erreichte Sammlung von Parodien und Illustrationen zu Bürgers Werk.

Zu 2.

2.1     
Ein bisher von der Forschung übersehenes Werk Bürgers:
"Ueber die Ästhetische Sittlichkeit" in Der Gesellschafter oder Blätter für Geist und Herz, 19. Januar 1833, (Bisher in G. A. Bürgers Werken nicht erschienen und hier mitgetheilt von K. v. Reinhard.):   Ästhetische Sittlichkeit

2.2
Inventarium (Inventar von G. A. Bürgers beweglichem Eigentum zum Zeitpunkt seines Todes) (Sammlung Helmut Scherer)
Transkription des “Inventarium” (Inventar von G. A. Bürgers beweglichem Eigentum zum Zeitpunkt seines Todes) in Göttingen in der Behausun[g] weil Prof. Bürger d: 23 u. folgende Tage des Jun. u. Juli 1794 aufgenommen. Sowohl das “Activ-Vermögen”, das “Silber und kleine Stücke von Werth”, wie auch das “Hausgeräth und Meublen” geben einen aufschlußreichen Einblick in die finanziellen Verhältnisse des Dichters zum Zeitpunkt seines Todes. Von besonderem Interesse für die Literaturwissenschaft ist das umfangreiche Verzeichniss von Bürgers Bibliothek. Das Original der von “F[riedrich] C[ristoph Willich Dr v. Synd.[icus]” unterschriebenen Aufstellung befindet sich unter der Signatur E VIII, 3 (Akte Universitätsgericht) im Universitätsarchiv Göttingen. Die Transkription, angefertigt im Zusammenhang mit seiner Bürger-Biographie, stellte Herr Helmut Scherer (Berlin) zur Verfügung.

2.3
"Beobachtungen zu Bürgers Lenore". Vortrag am 7. Juni 1984 in Greifswald von Ernst Kähler. Aus dem Nachlass. (Sammlung Helmut Scherer)
Ein bisher unveröffentlichter Vortrag, der sowohl zur Entstehung aber vor allem zur Deutung des Gedichtes von hohem Wert ist.
2.4
Eine bisher unbekannte Skulptur des irischen Bildhauers Albert Bruce Joy: The Forsaken (zu Bürgers Des Pfarrers Tochter von Taubenhain: Röschen von Tanbenhayn [sic!]). Einzelheiten in meinem "G. A. Bürger in der englischsprachigen Publizistik des 19. Jahrhunderts". Hier finden sich viele weitere Spuren von Bürgers Werken in England, z. B. ein Pokal für ein Pferderennen mit dem Motiv des Wilden Jägers.
Ein kunstvoll gestalteter Pokal "Leonora and the spectre Lover", der für den Chesterfield Cup vergeben wurde:
Ein bisher unbekanntes Ölgemälde von Richard Beavis: "Returning home from the War" zu Bürgers Lenore (Heimkehr des Heeres)
2.5

Eine verloren geglaubte Arbeit, die erste deutsche erotische Lenore-Parodie von Martha Kneschke-Schönau aus dem Jahre 1906, gefunden im Landesarchiv Berlin (Pflichtexemplar für das Polizei-Präsidium zwecks Genehmigung).

Lenore fuhr ums Morgenrot - Burleske in einem Aufzug

Der Hamburger Anzeiger vom 6. Februar 1914 berichtete: “Emil Nauckes Varieté. Herr Direktor Hugo Ferry hat das beliebte Lokal wieder auf seine frühere Höhe gebracht. [...] Das zweite Stück, die Posse 'Leonore fuhr ums Morgenrot', bringt eine ganz hervorragend komische Nachthemd-Szene, die in einem Treppenflur spielt."

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